Aufgaben des Referates III B Geodätische Referenzsysteme, Ingenieurgeodäsie
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Geodätischer Raumbezug, SAPOS und Höhenfestpunkte in Berlin

Vorstellung der Aufgaben von 3 B 1: geodätischer Raumbezug, SAPOS Berlin, InSAR-Geomonitoring, Höhenfestpunkte und Antennenkalibrierung.

Chapter 1

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Roman Raumbezug

Herzlich willkommen zu dieser Folge der Gruppe 3 B 1. Wir sind das Team, das dafür sorgt, dass in Berlin nichts aus dem Lot gerät, zumindest geodätisch gesehen. Unsere Kernmission ist im Grunde das unsichtbare Fundament der Stadt. Wir gewährleisten den integrierten geodätischen Raumbezug für Berlin. Das heißt, wir definieren, wo hier genau ist, und zwar in Lage, Höhe und Schwere. Wir sind die Schnittstelle zwischen den internationalen Bezugssystemen wie dem ETRS89 und der Berliner Realität vor Ort. Ohne den geodätischen Raumbezug gäbe es kein funktionierendes Liegenschaftskataster und keine verlässliche Ingenieurgeodäsie. Ein zentraler Pfeiler unserer Arbeit ist der Satellitenpositionierungsdienst, kurz SAPOS Berlin. Er bietet Ö B V Is und anderen Geodäten einen verlässlichen Korrekturdatendienst, um auch die letzten möglichen Zentimeter aus der Satellitenposition herauszukitzeln. Neben unseren Hauptnutzern gibt es noch einige andere spannende Anwendungsfelder. Die Polizei und das LKA nutzen SAPOS zur Bestandsaufnahme, Forschungseinrichtungen betrachten atmosphärische Veränderungen und die Schifffahrt experimentiert mit autonom fahrenden Schiffen auf unseren Wasserstraßen. Unsere Vernetzung setzt sich aus drei Berliner Referenzstationen sowie den umliegenden Brandenburger Stationen zusammen. Ihre Daten werden an zwei unabhängigen Standorten zu den bekannten Datenströmen verarbeitet. Um den hohen Qualitätsanforderungen gerecht zu werden ist alles redundant ausgelegt, von der Hardware bis zu den Datenleitungen. Wir modernisieren ständig. Aktuell bauen wir bodengebundene Stationen auf, die sogar mit Corner Reflektoren für InSAR Satellitendaten ausgestattet werden. Und Stichwort InSAR, also Radarinterferometrie. Ein Projekt, das nicht nur schicke Bilder produzieren soll. Perspektivisch sollen die InSAR Daten insbesondere der Sentinel 1 Mission der EU automatisiert verarbeitet werden und uns in hoher zeitlicher Auflösung Schlüsse über Bodenbewegungen in Berlin geben. Wir bauen Corner Reflektoren, um die InSAR Szene zu georeferenzieren. Das ist Geomonitoring auf dem nächsten Level. Nach dem teilungsbedingten Fehlen der Anschlüsse der Festpunktfelder hat Berlin seit 1990 unter anderem wieder ein Anschluss in Anlehnung an den historischen über 100 Jahre alten Linienverlauf der Königlich Preußischen Landesaufnahme durch die gesamte Stadt bestimmt, oder die Berliner Innenstadtschleife. Mit dem geodätischen Raumbezug 2016 hat sich einiges geändert. Wie sieht der aktuelle Stand der Festpunktfelder in Berlin aus? Unsere Gruppe ist für die Pflege, Erneuerung und Qualitätssicherung der Festpunktfelder zuständig und stellt die Ergebnisse über AFIS, dem Amtliche Festpunktinformationssystem, bereit. Hier haben wir die IT Verfahrenskoordination inne. Und dann ist da noch die roboterbasierte Antennenkalibrierung. 3 B 1 betreibt Prüfeinrichtungen, um die extremen Genauigkeitsanforderungen für den Referenzstationsbetrieb zu halten. Wir kalibrieren damit GNSS Antennen für uns selbst, aber auch im Rahmen der Amtshilfe für andere Verwaltungen. Ein solches Verfahren ist in Deutschland im amtlichen Kontext einzigartig. Außerdem koordinieren wir die EDM Prüfstrecke und das GNSS Prüffeld in Adlershof. Es ist schon sehr spannend was hinter den Kulissen alles passiert, damit unsere Koordinaten stimmen. Wer mehr wissen will, kann uns gerne ansprechen. Wir zeigen gerne die Details und stehen für Fragen zur Verfügung.